Marmaris
Marmaris ist einer der bekanntesten Urlaubsorte. Kommen Sie mit dem eigenen Fahrzeug, so sehen Sie auf der Straße, die durch Pinienwälder nach Marmaris hinabführt, einen Schild mit der Aufschrift "Und hier ist Marmaris". Hier sollten Sie anhalten und die Stadt aus der Vogelperspektive betrachten. Zwar wurde in den letzten 15 Jahren in Marmaris sehr viel gebaut, aber dennoch ist die Stadt von dieser Stelle aus schön anzusehen. Marmaris ist in de Sommermonaten, mit ihren 100 000 Einwohnern, ein riesiges Ferienzentrum. Die Bettenkapazität hat die 60 000 überschritten. Es ist möglich, ein Hotel in jeder Preislage zu finden und Hunderte von Restaurants, Cafés und Vergnügungsorten wurden eröffnet. Trotz de umfangreichen Bebauung und dank der Umweltschutzmaßnahmen sowie der Kläranlagen zählt Marmaris zu den wenigen Städten der Türkei, in denen man von dem, mitten in der Stadt gelegenen Strand aus ins Meer gehen kann. Suchen Sie dennoch einen noch sauberen, einen stilleren Strand, so gibt es zahlreiche Buchten, die man über den Landweg oder mit dem Boot erreichen kann. Wollen Sie aber Wassersport betreiben oder sich sportlich in der Natur betätigen, bieten Ihnen die Hotels und Reiseagenturen eine vielfältige Auswahl.
Die Festung von Marmaris und die Altstadt
Das
wichtigste historische Bauwerk im Stadtzentrum ist die Festung, die in
ihrer ursprünglichen Form von den Ioniern erbaut wurde. Die Festung,
wie man sie heute sieht, wurde im Jahre 1522 von den Osmanen errichtet.
Im Jahre 1914 wurde die Festung durch Geschützfeuer, das von einem
französischen Kriegsschiff abgefeuert wurde, stark beschädigt. Unter
der Türkischen Republik wurde die Festung für Besiedelung geöffnet und
im Zuge dessen entstanden 18 Wohnräume und ein Brunnen. In der Festung,
die zwischen 1980 - 90 restauriert wurde, befindet sich heute ein
Museum. Hinter dem Eingang öffnet sich ein Garten. Von beiden Seiten
dieses Innenhofes aus kann man über Treppen auf die Stadtmauer steigen,
von der aus man über die Marmaris blicken kann. Von den Innenräumen
dienen zwei als archäologisches Museum. In diesen beiden Räumen sowie
im Garten sind Amphoren und andere Funde ausgestellt, die man bei
Ausgrabungen in der Region ans Tageslicht beförderte. Ebenso befinden
sich in diesem Museum Töpfer- und Glaswaren, Münzen und Schmuck, die
von Ausgrabungen in Knidos, Burgaz und Hisarönü stammen. Ein weiterer
Ausstellungsraum ist wie ein türkisches Haus gestaltet und in ihm
befinden sich ethnologische Werke. Ein wieder anderer Raum war das
Zimmer des Kommandanten der Festung. Die Karawanserei Hafza Sultan ist
ein weiteres osmanischen Bauwerk in Marmaris. Auf Inschriften ist dort
zu lesen, dass sie im Jahre 1545 erbaut wurde. Die Karawanserei, die
mit Gewölben abgeschlossen ist, steht direkt am Anfang der engen und
stufigen Straße, die zu der Burg führt. Ein großer und 7 kleine Räume
in der Karawanserei werden heute als Geschäfte genutzt, in denen
Souvernirs und Geschenkartikel verkauft werden. Das historische
Geschäftshaus innerhalb des Basars hingegen dient, wie zu früherer
Zeit, als Ort des Einkaufs und hält somit bis heute an seiner alten
Bestimmung fest. Nur die Waren, die zum Verkauf anstehen, und die
Kunden haben sich geändert. In der näheren Umgebung von Marmaris findet
man noch weitere Werke, die auf die osmanische Zeit datiert werden. Die
İbrahim Ağa-Moschee im Stadtviertel Kemeraltı wurde im Jahre 1789 und
die Brücken Taşhan und Kemerli, die sich am 10. Kilometer auf der
Straße nach Muğla befinden, im Jahre 1552 gebaut. Das Grabmal des
Sanana, der für seine Prophezeiungen berühmt war und dem Sultan
Süleyman der Prächtige vor seiner Reise nach Rhodos einen Besuch
abstattete, steht in dem gleichnamigen Stadtviertel. Nach einer Legende
haben sämtliche Soldaten des riesigen osmanischen Heeres,das sich auf
die Überfahrt nach Rhodos vorbereitete, mit der Milch nur einer
einzigen Kuh des Sanana ein Frühstück abgehalten.
Die Umgebung der Anlegestelle und des Yachthafens
Der
Yachthafen Netsel in Marmaris ist der größte und modernste Marinehafen
in der südlichen Ägäis. Der Hafen, der von der Gesellschaft Net Holding
betrieben wird, bietet den Yachten sämtlichen Service. Die Anlegestelle
zwischen dem Yachthafen und dem Basar wird von Schiffen der "Blauen
Reise" und den Tagesausflugsbooten genutzt. Folgen Sie vom Yachthafen
aus dem Venedik Deresi Richtung Innenstadt, so gelangen Sie in die
Straße der Bars. Die Bars, die mit ihrer Musik in sämtlichen Rhytmen
jeden Geschmack ansprechen, reihen sich rechts und links dieser Straße
aneinander. Die meisten Inhaber haben alte Marmaris-Häuser durch
Restauration ihrer heutigen Bestimmung überführt. In den letzten Jahren
haben hier auch von hohen Mauern umgebene Vergnügungsorte geöffnet. Das
Leben dauert dort bis zu den ersten Sonnenstrahlen des Morgens. Die
Bars und Restaurants am Hafen hingegen beginnen sich bereits vor
Sonnenuntergang zu füllen. Die Straßen parallel zum Hafen, die steil
abfallen, sind die farbenreichsten Orte des Nachtlebens in Marmaris.
Dort findet man jede Art von Vergnügen und Musik. Die Altstadt ist wie
ein riesiges Einkaufszentrum. Die Geschäfte, die sich in den mit Planen
überdeckten Straßen reihen, die für den Verkehr geschlossen sind, und
die Stände bieten einen überaus bunten Anblick. Selbst wenn Sie nichts
kaufen wollen ist es ein besonderer Genuss, durch diese Straßen zu
spazieren.

